Individualbetreuung
Gruppe 1:
Selbstständiges Arbeiten am Dienstagnachmittag unter Aufsicht eines Lehrers für Kinder, die im Rahmen der verlässlichen Betreuung den Nachmittag in der Schule verbringen.
Gruppen 2 und 3:
Individualbetreuung einzelner Schülerinnen und Schüler mit allgemeinen Lernproblemen einschließlich Methodentraining.
„Seit ich hier bin, strenge ich mich mehr an und bekomme auch bessere Noten.“ (Schülerin, Kl. 6)
Jeden Dienstag treffen sich Schülerinnen und Schüler aus Klasse 5 und 6 um gemeinsam ihre Hausaufgaben zu erledigen, auf Klassenarbeiten zu lernen und ganz nebenbei auch Lern- und Arbeitstechniken einzuüben.
Um den Gymnasialalltag mit Erfolg zu bestehen, sind nicht nur die intellektuellen Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler maßgeblich sondern auch die Fähigkeit sich zu organisieren und das Arbeitspensum richtig zu planen. Viele Kinder bringen diese Arbeitstechniken aus der Grundschule mit, oder haben Eltern, die sie tatkräftig unterstützen. Leider gibt es aber auch Schülerinnen und Schüler, die diese Fähigkeiten noch trainieren müssen oder keine Unterstützung von zuhause bekommen. Diese Kinder bedürfen besonderer Förderung, denn das Handwerkszeug für den schulischen Alltag ist lernbar und mit Spaß und Spiel die Arbeitsorganisation zu einzuüben, hilft den Schülerinnen und Schülern auch ihre schulischen Leistungen zu verbessern.
Gemeinsam mit einer Lehrkraft beginnt die Gruppe den Nachmittag mit einem Konzentrationsspiel, einer Knobelaufgabe oder auch einer Entspannungsübung. Diese Art die Arbeit zu beginnen soll den Schülerinnen und Schülern helfen, sich auf ihre Aufgaben zu konzentrieren und ihnen einen Rahmen auch für die Arbeit zuhause zu vermitteln.
In Gruppen- und Einzelgesprächen werden zudem Themen, die den Schulalltag stören und den Lernerfolg behindern besprochen. Mit Spielen, Rollenspielen und Fallbeispielen werden den Kindern Möglichkeiten aufgezeigt Grenzen wahrzunehmen, Grenzen zu setzen, Regeln zu beachten und Frustration auszuhalten.
Mithilfe von Lern- und Verhaltenstagebüchern, Hausaufgabenhilfen und Lernplänen können die Schülerinnen und Schüler ihren Schulalltag selbst in die Hand nehmen und bereits nach wenigen Wochen erste Erfolge feiern.
„Voll cool – ich kapiere jetzt immer die Hausis und der Unterricht macht wieder Spaß.“ (Schülerin Kl. 6)
„Mir gefällt es gut, weil es eine kleine Gruppe ist und die Lehrerin sich mehr um alle kümmern kann.“ (Schüler Klasse 6).
In der Doppelstunde besteht neben den lernmethodischen Übungen auch noch genügend Zeit, die gelernten Tricks auf die Hausaufgaben und die Klassenarbeitsvorbereitung anzuwenden und in einer konzentrierten Atmosphäre ohne Störungen zu arbeiten.
Dabei ist die Größe der Gruppe ein entscheidender Faktor, denn nur mit wenigen Schülerinnen und Schülern in der Gruppe stellt sich der Erfolg für den Einzelnen ein.
Gruppe 4:
Förderung für Kinder mit Migrationshintergrund
Dienstagnachmittag
Teilnehmerzahl: 10 – 12 Schülerinnen und Schüler aus Klasse 5
Betreuung durch die Deutschlehrerin Fr. C. Schneider
„Bekommen wir hier Noten?“ Das war die erste Frage, die die Schüler und Schülerinnen des Förderkurses für Kinder mit Migrationshintergrund stellten, als die Stunde begann. Sichtlich erleichtert, keinen Notendruck zu haben, aber nicht minder motiviert, sind sie jeden Mittwochnachmittag, zwei Schulstunden lang bei der Sache.
Die Schüler/-innen der Klassen 5 und 6 arbeiten in einer idealen Lernatmosphäre in zwei Kleingruppen, die nach Klassen aufgeteilt sind, mit zurzeit fünf Kindern pro Gruppe. Die zweite Hälfte der Doppelstunde wird jeweils von Schülermentoren betreut, die die Schüler/-innen dabei begleiten, vertiefende und ergänzende Aufgaben zum vorausgegangen Themengebiet zu bearbeiten.
Im Gegensatz zum Deutschunterricht sollen die spezifischen Probleme, die Kinder mit Deutsch als Zweitsprache haben, angegangen werden.
Ein zentraler Punkt ist dabei die Wortschatzarbeit. Viele Wörter und Begriffe der deutschen Sprache bereiten den Schülern Schwierigkeiten. Dabei gehen wir hauptsächlich spielerisch vor, bilden aus Silben Wörter, bauen Satzschlangen, suchen Wortfamilien, definieren Begriffe, finden Reimwörter etc.
Der Umgang mit der deutschen Sprache wird natürlich auch anhand von Schreibaufgaben trainiert. Hier steht Abwechslung an erster Stelle: Texte zur „verkehrten Welt“ werden ebenso verfasst wie Fantasiegeschichten, Erlebnisberichte oder Gedichte. An diesen umfangreicheren Texten arbeiten die Schüler/-innen unter Aufsicht der Schülermentoren, die ihnen auch bei Fragen zur Seite stehen. Um ein individuelles Feedback zu erhalten und die Fehlerkorrektur zu gewährleisten, werden die Aufgaben anschließend von der Lehrkraft eingesammelt und korrigiert.
Grammatik- und Satzbau bilden einen weiteren Fokus im Kurs, um die Schülerinnen und Schüler auf den einen oder anderen Stolperstein, den die deutsche Grammatik beinhaltet, vorzubereiten.
Auch Zeit einfach mal zu Schmökern soll bleiben, da die Schülerbibliothek viel interessanten Lesestoff bietet und das Lesen für die eigene Sprachkompetenz von großer Bedeutung ist.
Das wichtigste Ziel des Kurses ist aber, die Schülerinnen und Schüler zu motivieren, indem interessante, abwechslungsreiche und spielerische Methoden angewendet werden um nicht nur Wissen zu vermitteln sondern den Spaß am Umgang mit Sprache zu fördern
eine Freiarbeitsklasse in Stufe 5
Gruppe 5:
Förderung von Schülerinnen und Schülern mit Lese-/ Rechtschreibschwäche (LRS)
Montag und Mittwoch, je 13.15 – 14.00 Uhr
Teilnehmerzahl je 10 – 12 Schülerinnen und Schüler aus Klasse 5
Betreuung durch die Deutschlehrerinnen Fr. Fröhlich und Fr. Belko
Am Freihof-Gymnasium werden Schüler der Klassen 5 und 6 mit einer dauerhaften Lese- und/oder Rechtschreibleistung von ausreichend oder schlechter gefördert. Zur Vereinfachung wird von Lese-/Rechtschreibschwäche (LRS) gesprochen.
Es gibt verschiedene Ursachen, die nichts mit der Intelligenz des Schülers zu tun haben, sondern z.B: im individuell langsameren Entwicklungstempo oder in einem insgesamt niedrigeren Ausgangsniveau begründet sein können.
Um allen Kindern der Klasse 5 eine umfassende Förderung bei einer möglichen LRS zukommen zu lassen, schreiben jedes Jahr alle neuen Schüler der 5. Klasse am Anfang des Schuljahres einen Test, in dem in Form eines Lückentextes Gehör, Buchstabenkenntnis / Zuordnungsregeln, Grundwortschatz und Grundregeln der Rechtschreibung getestet werden.
Ist die Beherrschung nicht ausreichend sicher, werden die Eltern in einem Informationsabend über LRS und die Forderung am Freihof-Gymnasium umfassend informiert. Für die Schüler
beginnt nach den Herbstferien der Forderunterricht in Form einer weiteren Unterrichtsstunde im Rahmen des Ganztagesangebotes des Freihof-Gymnasiums.
Der Förderunterricht wird in Kleingruppen durchgeführt und besteht aus Wiederholungen der Rechtschreibregeln, Lesetrainings und Arbeiten zur Erweiterung des Grundwortschatzes, aber auch aus Konzentrationsübungen, Schulungen der Motorik des Schreibens sowie der Stärkung des Selbstwertgefühls.
Nach den Halbjahresinformationen wird mit den Schülern des LRS Förderkurses ein erneuter Test zur Fortschrittskontrolle durchgeführt. In den darauf folgenden Wochen wird dann gezielt an den Problemen gearbeitet, die sich im zweiten Test gezeigt haben.