Theaterstück „Fake Paradise“ am Freihof-Gymnasium aufgeführt



Welche Werte sollen in unserer Gesellschaft gelten? - Theaterstück „Fake Paradise“ am Freihof-Gymnasium aufgeführt

Am 02.07.2019 erlebten die Schülerinnen und Schüler der Klassen 10 des Freihof-Gymnasiums Göppingen im Rahmen von „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ mit dem Stück „Fake-Paradise“ eine besondere Theateraufführung.

Eine Schauspielgruppe aus 4 Schauspieler/innen entführte mit minimalistischen Mitteln die Zuschauer in ihr Paradies, das sich aber schnell als „Fake-Paradise“ herauskristallisierte, in dem nur die Werte „Smile - Workout – Relax and Be the best“ gelten.

Melissa, Markus und Jenni leben in diesem Fake-Paradise und sind von einem Wunsch getrieben, die höchste Daseinsstufe in dieser Welt, die „rote Stufe“, zu erreichen.

Um dorthin zu gelangen, müssen sie vor allem ihre Follower (das Publikum) überzeugen, indem sie Videos produzieren und hochladen, um damit möglichst viele „likes“ zu bekommen. Für ihre „likes“ sind die drei bereit, alles zu tun. Um likes zu erhalten, denkt sich die Gruppe eine Reihe von vermeintlich coolen Situationen aus, die sie dann im Rollenspiel nachspielt.

Eines der Rollenspiele handelt beispielsweise von einem Konflikt zwischen der neuen Lehrkollegin, Fr. Schaft, und der kopftuchtragenden Referendarin, Fr. Fatih, der sich an der Frage entzündet, ab wann man als „Deutsche“ gelten könne. Auch die Grenze zwischen „Das wird man ja wohl noch sagen dürfen“ auf der einen Seite und rassistischen Äußerungen auf der anderen Seite, wird hier ausgelotet. Die Besonderheit des Stücks besteht darin, dass durch die wechselnden Rollen, die die drei Schauspieler immer wieder einnehmen, die Standpunkte, Ängste und Vorurteile beider Seiten dargestellt werden können und die Zuschauer dadurch zu einer eigenen Stellungnahme herausgefordert werden.

In weiteren Rollenspielen kamen ferner die problematischen Seiten der Kommunikation in den Sozialen Netzwerken und die suggestive Kraft, die Fake-News besitzen, zur Sprache.

Als die Managerin dann aber immer abstrusere Aufträge erteilt, steigen die drei am Ende des Stücks aus der Welt des Fakes Paradies aus und singen nun ihren eigenen Traum vom Paradies, in der die die Menschen sich mit gegenseitigem Respekt und Toleranz begegnen.

Das gelungene Stück warf viele Fragen auf und gab keine einfachen Antworten. Am Ende blieb offen, welche gemeinsamen gesellschaftlichen Werten in unserer Gesellschaft gelten sollen. Die Schülerinnen und Schülern beteiligten sich rege an der anschließenden Diskussion mit den Schauspielern.

Diese Debatte wurde zwei Tage später fortgeführt, als Referenten des Demokratiezentrums Baden Württemberg in die Schule kamen, um nochmal gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern die Themen des Stücks zu vertiefen.

Das Freihof –Gymnasium bedankt sich außerdem bei den Sponsoren und Förderern des Theaterstücks dem Demokratiezentrum Baden-Württemberg, der Initiative Sicherer Landkreis Göppingen e.V. und der Landeskoordination Schule ohne Rassismus/Schule mit Courage.

Mitmachen Ehrensache

Scheckübergabe der Aktion „Mitmachen Ehrensache“

Am 13.05.2019 fand im Rahmen einer Dankesparty die Scheckübergabe an die Schülerinnen und Schüler des Freihof-Gymnasium statt.

Der Schirmherr Firat Arslan überreichte den Schülerinnen und Schülern der Klassen 7 einen Scheck in der Höhe von 1260 €. Damit hat das Freihof-Gymnasium im kreisweiten Vergleich den höchsten Geldbetrag erarbeitet.

Die Klassen 7 haben am 05.12.2018, am Tag des Ehrenamts, an der vom Kreisjugendring Göppingen e.V. organisierten Aktion teilgenommen.

Sie haben an diesem Tag in einem selbst gesuchten Betrieb umsonst gearbeitet.

Das erarbeitete Geld bekam der Kreisjugendring und geht nun zu 80% an die Schulen zurück. Die restlichen 20% werden einem gemeinnützigen Zweck gespendet.

Firat Arslan bedankte sich für den sozialen Einsatz und das Engagement der Schülerinnen und Schüler und stellte sich noch für Fotos und Autogramme zur Verfügung.


Jubiläumskonzert 60 Jahre Freihof-Gymnasium Göppingen


Am 4.April 2019 feierte das Freihof-Gymnasium Göppingen sein 60jähriges Jubiläum. Im Rahmen der Austauschwoche der Internationalen Schülerbegegnung spielte nach einleitenden Worten des Schulleiters Dr. Andreas Pfletschinger das „Orchestra N.U.Stame“ vom „Liceo Musicale Carolina Poerio“ aus unserer Partnerstadt Foggia unter der fulminanten musikalischen Leitung von Dirigentin Egilda Poppa. 
Nach dem ersten Stück umriss der ehemalige Lehrer Herr Dr. Erwin Singer in einem Vortrag die Anfänge des Austausches in den 1960er und 1970er Jahren mit der Partnerstadt Foggia. Veranschaulicht wurden seine Worte mit Bildern aus damaliger Zeit. 
Das italienische Orchester leitete von diesem Einblick in die beiden Jahrzehnte der Schulgeschichte musikalisch auf hohem Niveau über zu den beiden ehemaligen Schulleitern Herrn Dr. Dees und Herrn Roos, die am Freihof-Gymnasium viele zukunftsweisende Änderungen bewirken konnten. Herr Dr. Dees berichtete, dass er die Notwendigkeit eines einheitlichen Schulareals im Stadtrat durchsetzen konnte. Außerdem die Fremdsprache Italienisch anstelle von Russisch durchsetzte und nach dem Mörike-Gymnasium das Freihof als zweite Schule in Göppingen eine eigene Mensa im heutigen Haus Gutmann einrichtete. Somit war der Grundstein für den späteren Aufbau einer Ganztagesschule gelegt. 
Diese Möglichkeit durfte der anschließend amtierende Schulleiter Herr Roos wahrnehmen. Im Laufe seiner Amtszeit konnte er in vielen „Toilettengesprächen“ (umgangssprachlicher Ausdruck der damaligen Sekretärin Frau Kaiser) mit der Stadt Göppingen und auch mit Hilfe des damaligen Oberschulamts bewirken, dass das Freihof-Gymnasium als Modellschule für das Ganztageskonzept an Gymnasien nicht nur in Baden-Württemberg, sondern sogar bundesweit Anerkennung fand.
Im Anschluss an diesen Vortrag betrat Signora Poppa erneut das Dirigentenpodest und erfreute das Publikum mit weiteren Melodien ihres Orchesters. Mit großer Präzision und enormer Ausdruckskraft an allen Instrumenten begeisterte das Orchester die Zuhörer. Nach einer kurzen Pause begrüßte die Moderatorin Annina Schürle, die mit leichter Hand durch das Jubiläumskonzert führte, die ehemalige Lehrerin Frau Fröhlich. In deren Schulalltag nutzten Kollegen nebst Tafel und Kreide auch das Schulbuch, dem sie durchaus eine gewisse Daseinsberechtigung zuschreibt. Allerdings erkannte die Kollegin auch, dass die Digitalisierung eine Vereinfachung des Lehreralltags ermöglicht. In unterhaltsamer Art und Weise gelang es Frau Fröhlich, ihre Zuhörer aufgrund ihrer Schilderungen zum Nachdenken anzuregen: Auch wenn in den frühen 80ern weniger Blätter mangels technischer Neuerung kopiert werden konnten und auch weniger Elektrizität in Ermangelung von Computern oder Kopierern genutzt wurde, war die Zeit damals doch der heutigen Aufforderung nach Nachhaltigkeit weit voraus.
Diese nachdenklichen Anmerkungen vermochte im Anschluss der Vorsitzende des Fördervereins, Herr Matthias Bolch, etwas aufzulockern. Kurzweilig erzählte er in heiteren Anekdoten seinen Werdegang am Freihof-Gymnasium und schilderte anschaulich seine Verbundenheit zu den vorherigen Rednern Herrn Singer und Frau Fröhlich. 
Nach diesen Berichten der „Zeitzeugen“ der Schulgeschichte des Freihof-Gymnasiums musizierten die beiden Orchester der Partnerschulen aus Foggia und Göppingen gemeinsam, unterstützt durch den Schulchor des Freihof-Gymnasiums. Mit den Klängen der Europahymne aus dem vierten Satz der neunten Sinfonie von Beethoven und dem Text von Friedrich Schiller wurde verdeutlicht, wie stark das gemeinsame Musizieren Menschen verschiedener Nationen und Sprachen verbinden kann. Am Schluss gab es Standing Ovations für die gelungenen Darbietungen. Erst nach mehreren Zugaben durften die jungen Musikerinnen und Musiker unter heftigem Beifall die Bühne verlassen.

Exkursion der Klassen 9 zur KZ-Gedenkstätte Dachau


Pünktlich um 8:00Uhr fuhr der Bus am 25. März 2019 in Göppingen los – unser Ziel: die KZ-Gedenkstätte Dachau. Um 11:15Uhr standen wir auf dem Platz vor dem Informationscenter und besprachen den Ablauf des Tages. Wir hatten bis 12:00 Uhr Zeit, uns die Ausstellung anzuschauen und Rechercheaufgaben, die uns unsere Geschichtslehrer gegeben haben, zu bearbeiten. 
Nach der Mittagspause begann unsere Führung durch das Häftlingslager samt Krematoriums-Bereich. Zuerst besichtigten wir die Kommandantur, in der früher die Häftlinge in Empfang genommen wurden. Wir gingen weiter zum Jourhaus, das Gebäude mit dem einzigen Eingang zum Häftlingsbereich. Wie auch der Ort der Ausstellung, ist das Jourhaus noch im Original erhalten. Danach schauten wir uns die Lagerumzäunung und das Bewachungssystem an. Uns wurde klar, dass es in einem KZ kein Entrinnen mehr für die Menschen gab. Manche Häftlinge hielten die Behandlung im KZ nicht mehr aus und warfen sich aus Verzweiflung in den Hochspannungszaun. Anschließend gingen wir weiter zum Krematoriumsbereich, wir besichtigten das große Krematorium. Wir liefen durch die „Duschgänge“ und durch das „Brausebad“ der Vergasungskammern. Außerdem besichtigten wir auch das alte Krematorium. Die Dame, die uns durch das KZ führte, erzählte uns, dass das alte Krematorium nach einer gewissen Zeit zu klein wurde und deswegen das große Krematorium dazu gebaut wurde. Über 40 000 Menschen fanden in Dachau den Tod. Die Asche der Toten wurde als Düngemittel für Felder verwendet. Danach gingen wir zu dem Platz, auf dem früher die Revierbaracken, also die Baracken für die Kranken standen. Die Dame erklärte uns, dass wir diese Baracken auf keinen Fall mit einem Krankenhaus verwechseln dürfen, da die Häftlinge dort nicht gepflegt worden seien oder Medikamente bekämen. Wenn sie nach einer, aus der Sicht der Nazis, angemessenen Zeit nicht durch Zufall von selbst gesund wurden, wurden sie getötet. Außerdem erfuhren wir von den medizinischen Versuchen, die die Nazis an den Häftlingen durchführten Als nächstes besichtigten wir die Baracken. Sie wurden nach der Zeit des Nationalsozialismus abgerissen und sind aufgrund dessen rekonstruiert worden. In den Baracken konnten wir sehen, wie wenig Platz die Häftlinge zur Verfügung hatten. Die Dame erzählte uns, dass mit Beginn des Zweiten Weltkriegs, als mehr Häftlinge kamen und es folglich viel zu wenig Platz gab, die Häftlinge oftmals zu dritt in einem Bett schlafen mussten. Die Ausbreitung von Krankheiten ging so rasend schnell, viele Menschen starben in dieser Zeit an Krankheiten oder Unterernährung. Wenn die Betten nicht haargenau in der vorgeschriebenen Weise gemacht waren, gab es Strafen für alle. Nachdem wir die Baracken besichtigt hatten, gingen wir noch einmal in die Ausstellung und die Dame zeigte uns den Schubraum, in den die neu eingetroffenen Häftlinge gebracht wurden. Dort gaben sie nicht nur ihre Papiere ab, sondern auch ihre Menschenwürde und all ihre Rechte. Sie mussten sich ausziehen, wurden rasiert und waren von nun an einzig der Willkür der brutalen Lageraufseher ausgesetzt. Folter gehörte zur Tagesordnung, der ausgestellte Prügelbock, den uns die Expertin zeigte, gibt davon Auskunft. Sie zeigte uns dann noch die Stelle, an der die Häftlinge zum ,,Baumhängen“ aufgehängt wurden. Dabei wurden ihnen die Hände hinter dem Rücken zusammengebunden und sie wurden an ihren Händen aufgehängt. Zum Schluss besichtigten wir den Bunker, in dem die Menschen in besonderer Weise bestraft und gefoltert wurden. Der Bunker bestand nur aus Einzelzellen. Manche Zellen waren gänzlich ohne Licht, andere dienten als Stehzellen, die so wenig Platz besaßen, dass sich die Menschen nicht hinsetzen konnten. Die Häftlinge mussten dort oft tagelang stehen. Manche Häftlinge wurden nach stundenlanger Arbeit in diese Zellen gebracht und so noch einmal zusätzlich gequält und gedemütigt. 
Um 16:00 Uhr sind wir von Dachau abgefahren, so dass wir um 18:20 Uhr wieder in Göppingen angekommen sind.
Wir haben dieses Schuljahr im Geschichtsunterricht schon viel über die NS-Zeit gehört, aber das, was wir dort sahen, hat uns vor Augen geführt, wie schlimm die Zeit damals war. Jeder dort verhielt sich, der Würde des Ortes entsprechend, respektvoll. Alles war sehr leise, keiner hat gelacht. Man konnte den Leuten
(Zwei Schülerinnen aus der Klasse 9c)

Pädagogischer Tag am 28.03.2019


Pädagogischer Tag am Freihof-Gymnasium

 

In zwei Gruppen aufgeteilt begingen die Lehrkräfte und interessierte Eltern am Donnerstag, den 28.03.2019, den Pädagogischen Tag mit zwei spannenden Themen.

In dem Workshop Gehirngerechtes Lernen mit Frau Horsch-Millecker sowie Frau Jarosch wurde uns vermittelt, wie die Lernenden ihren Arbeitsplatz bestmöglich gestalten, sie die Lernpausen als sinnvolle und tatsächlich entspannende Unterbrechung nutzen, zum Beispiel mit Sport, Powernapping oder anderweitiger Entspannung. Was man allerdings vermeiden sollte, sei die Nutzung elektronischer Entspannung, wie zum Beispiel Nachrichten am Smartphone checken oder sich vor dem Fernsehapparat berieseln zu lassen. Dadurch könne das Gehirn nicht abschalten, sondern werde weiterhin mit Input versorgt. Die Auszeit vom Lernprozess würde dadurch also kontraproduktiv genutzt. Neben allseits Bekanntem, das uns nochmals ins Gedächtnis gerufen wurde, untermalten die Referentinnen ihren Vortrag mit einer kurzen Sporteinheit, einer Denksportaufgabe sowie der Möglichkeit, sich über das Referierte untereinander auszutauschen.

Im zweiten Workshop, der das Thema Digitalisierung beinhaltete, erhielten wir im Kreismedienzentrum von Herrn Nagel und unserem Kollegen Herrn Herbst spannende und temporeiche Vorträge. Auch wenn Digitalisierung in aller Munde ist und vielleicht auch als selbstverständlich angesehen wird, muss man sich der Vorzüge sowie der Risiken bewusst sein. Diese Aufgabe, mit kritischer Offenheit an die Möglichkeiten der digitalen Zukunft heranzugehen, beginnt bei jedem Einzelnen und reicht über die Verantwortung der Eltern bis zu dem Engagement der Lehrenden, die jungen Menschen in diese Richtung zu sensibilisieren. So sollte man die ungeahnten Möglichkeiten nicht nur verteufeln, wie ein Herr Spitzer, und sich dem unvermeidbaren Fortschritt verschließen, aber auch nicht euphorisch alles, was digital machbar ist, mit offenen Armen empfangen, wie zum Beispiel Eric Schmidt oder Daniel Süß. Ein gesundes Mittelmaß ist auch in diesem Bereich sinnvoll. So durfte auch das Computerspiel, das von den Dozenten als Teil der Jugendkultur ausgelobt wurde, im praxisnahen Test zur Veranschaulichung nicht fehlen.

Mit diesen beiden Themenblöcken wurden wichtige Bereiche des Lehreralltags aufgenommen und auf anschauliche Art und Weise dargeboten.
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